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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

Heilwässer − Jungbrunnen aus der Flasche?

Heilwasser stammt aus unterirdischen Quellen, die vor Verunreinigungen geschützt sind. Es wird direkt am Quellort abgefüllt und hat einen natürlichen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen. Die meisten Heilwässer sind enteisent, d.h., den Wässern wurde vor der Abfüllung aus geschmacklichen und optischen Gründen das Eisen entzogen. Die darüber hinaus gelösten lebenswichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente bilden die Basis für die vorbeugende und heilende Wirkung.

Heilwasser ist ein Arzneimittel und unterliegt damit der Zulassung nach den Vorschriften des deutschen Arzneimittelgesetzes. Auf dem Weg zum zugelassenen Heilwasser muss das natürliche Heilwasser mikrobiologisch und chemisch analysiert werden. Es folgen regelmäßige Qualitätskontrollen sowohl der Quelle als auch des in Flaschen abgefüllten Heilwassers. Auch die Gewinnungs-, Abfüll-, und Kontrolleinrichtungen müssen die arzneimittelrechtlichen Anforderungen erfüllen. Die therapeutische Wirksamkeit ist klinisch nachzuweisen und vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte durch Zulassung im Rahmen des Arzneimittelgesetzes zu bestätigen.

In der Heilwasseranalyse werden die in dem Heilwasser enthaltenen Kationen, Anionen und gasförmigen Stoffe analysiert. Nach dem Arzneimittelgesetz muss bei Heilwässern die vollständige Zusammensetzung nach Art und Menge auf dem Etikett angegeben werden. Außerdem müssen auf dem Etikett die Angaben zur Indikation und ggf. zu Kontraindikation, sowie eine Dosierungsanleitung und Zulassungs- bzw. Registrierungsnummer gemacht werden.

Bei Heilwässern unterscheidet man folgende Arten:

  • Eisenhaltige Wässer, jodhaltige Wässer, schwefelhaltige Wässer, radonhaltige Wässer, Säuerlinge und fluoridhaltige Wässer, daneben gibt es noch Thermalwasser und die Sole. Die Sole zeichnet sich durch einen besonders hohen Natrium- und Chloridgehalt aus.
  • Heilwässer dienen auf Grund ihrer Zusammensetzung der Vorbeugung, Heilung oder Linderung von Krankheiten. Je nach Zusammensetzung der im Heilwasser gelösten natürlichen Mineralstoffe und Spurenelemente wird z.B. der Stoffwechsel angeregt, die Verdauung gefördert, der Blutdruck normalisiert und die Bildung von Nieren- und Blasensteinen verhindert.

Bis auf drei untersuchte Heilwasserproben, in denen für den Verbraucher unbedenkliche eisenhaltige Ausfällungen festgestellt wurden, entsprachen alle untersuchten Heilwässer im Jahre 2003 den Anforderungen des Arzneimittelgesetzes.

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