Acht aus der Volksrepublik China importierte Badezusätze wurden untersucht. Es handelte sich dabei um eine Probe Bade-Confetti bestehend aus roten lippenförmigen Blättchen in einer lippenförmigen Kunststoffverpackung, eine Probe rosa Badeperlen in einem rosafarbenen Plastikherz sowie um eine Probe mit sechs orangefarbenen Badeperlen in einer durchsichtigen Kunststoffschachtel. Des weiteren handelte es sich bei den untersuchten Proben um drei Shower-Gels, die in kleinen, nur etwa 50 ml fassenden birnen-, ananas- bzw. trikotförmigen Weichplastikbehältnissen angeboten wurden, einer blauen Showercreme in einer durchsichtigen Kunsstoffflasche und einem lilafarbenen Shampoo in einer geschwungenen, durchsichtigen Kunststoffflasche, an der sich auch Modeschmuck befand.
Bei sechs Proben waren Farbstoffe enthalten, die weder spektralphotometrisch noch mittels Dünnschichtchromatographie identifiziert werden konnten. Da wir fast alle zugelassenen Farbstoffe der Kosmetikverordnung als analytische Referenzsubstanzen besitzen, bestand hier der dringende Verdacht, dass es sich um in Europa nicht zugelassene Farbstoffe handelte. Daher waren diese Produkte nicht verkehrsfähig und mußten von der zuständigen Überwachungsbehörde vom Markt genommen werden.
Bei allen drei Shower-Gels und den Bade-Confetti waren zudem die Konservierungsmittel falsch deklariert. In den Shower-Gels waren Konservierungsstoffe deklariert, die in den Proben nicht enthalten waren, bei den Bade-Confetti fehlte die Deklaration der nachgewiesenen Konservierungsstoffe Propylparaben, Ethylparaben und 4-Hydroxybenzoesäure. Bei dem Shampoo und der Showercreme lag der Gehalt des zugelassenen Konservierungsstoffgemisches Methylisothiazolinon/Chlormethylisothiazolinon mit 21 mg/kg bzw. 29 mg/kg deutlich über dem Grenzwert von 15 mg/kg.
Unsere Stichprobenuntersuchung ist sicher nicht repräsentativ, hierfür war die Probenzahl zu gering. Aber die Beanstandungsquote ist im Vergleich zu in Europa hergestellter Ware auffällig hoch, so dass wir uns aus Gründen des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes diesen Produkten auch im Jahre 2005 verstärkt widmen werden.
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