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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

Verbrauchertäuschung durch nachgemachte russische Wodkas

Als „Original Wodka” bezeichnete Produkte könnten durch die Bezeichnung „Original” und die überwiegend russischsprachige Aufmachung der Etiketten den Eindruck erwecken, in Russland hergestellt worden zu sein. Eine Herkunftsangabe ist auf den Etiketten oft nicht genannt, als Verteiber (nicht Importeure) sind Firmen mit Sitz in Deutschland genannt.

Nach unseren Untersuchungen mit der Ionenchromatographie der Anionen Sulfat, Nitrat und Chlorid weisen authentische Russische Wodkas einen Anionengesamtgehalt von weniger als 7,2 mg/L auf (Bereich 0,2−7,2 mg/L, Mittelwert 3,8 mg/L, Grenzwerte in Russland, entmineralisiertes Wasser). In Deutschland hergestellte Wodkas weisen dagegen einen Anionengesamtgehalt von über 11,5 mg/L auf (Bereich 11,5−147,6 mg/L, Mittelwert 78,4 mg/L, Verwendung von „Leitungswasser”).

Zwei in Deutschland hergestellte, irreführend als russisch aufgemachte Wodkas konnten identifiziert und als irreführend beanstandet werden. Der Untersuchungsbefund der sog. „Original Wodkas” ergab Anionengesamtgehalte über 37 mg/L und deutete darauf hin, dass diese Produkte in Deutschland hergestellt wurden. Die Richtigkeit dieser Annahme konnte bei Betriebskontrollen bestätigt werden.

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