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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

Schwermetallbelastung durch Hausinstallationen öffentlicher Einrichtungen

Wieviel Nickel, Kupfer und Blei wird aus Armaturen und Leitungen von Hausinstallationen öffentlicher Einrichtungen, insbesondere Krankenhäuser, Alters- Jugend- und sonstige Wohnheime, an das Trinkwasser abgegeben?

Im Rahmen eines Projekts überprüfte die Stadt Mannheim gemeinsam mit dem CVUA Karlsruhe Trinkwasserproben aus Hausinstallationen öffentlicher Einrichtungen auf die Parameter Blei, Nickel und Kupfer. Die Trinkwasser-Verordnung legt für diese Parameter Grenzwerte fest, die für eine für die durchschnittliche wöchentliche Wasseraufnahme durch Verbraucher repräsentative Probe gelten. Um festzustellen, ob Überschreitungen dieser als Wochenmittelwerte definierten Parameterwerte vorliegen, wurde jeweils eine gestaffelte Stagnationsbeprobung gemäß einer Empfehlung des Umweltbundesamtes durchgeführt, d.h. es wurde 1 Liter Probe aus dem fließenden Wasser (S-0-Probe), dann nach 2 Stunden Stagnation ohne weiteren Ablauf zwei direkt aufeinanderfolgende Proben von je 1 Liter Volumen (S-1- und S-2-Probe) entnommen, die dann auf eine Stagnationszeit von 4 Stunden hochgerechnet wurden. Diese „normierte Konzentration” diente zur Überprüfung, ob der jeweilige Parameterwert überschritten wird.

Insgesamt wurden 210 Proben aus 70 Einrichtungen untersucht. Dabei zeigte es sich, dass 35 Proben Blei enthielten. Davon überschritten drei Proben den gültigen Grenzwert von 0,025 mg/L − der Höchstwert lag bei 0,057 mg/L. Zehn Proben lagen über 0,010 mg/L (ab 12/2013 gültiger Grenzwert). Nickel konnte in 71 Proben nachgewiesen werden. Dabei lagen 32 Proben direkt oder nach Hochrechnung auf eine Stagnationsdauer von 4 Stunden über dem Grenzwert von 0,02 mg/L. Als Ursache waren in den meisten Fällen die Armaturen auszumachen. Die betroffenen Einrichtungen wurden über die Ergebnisse informiert und in den meisten Fällen umgehend für Abhilfe gesorgt.

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