Oliventresteröle werden aus den Pressrückständen (Trestern) gewonnen, die bei der Herstellung qualitativ hochwertiger Olivenöle nach der mechanischen Pressung von Oliven zurückbleiben. Die Trester werden getrocknet oder in Röhrenöfen geröstet, damit vor der Extraktion das störende Wasser verdampft. Die Temperaturen liegen bei 150 °C und höher. Anschließend wird mit Hexan extrahiert und das geschmacksneutrale Tresterraffinat wird mit nativem Olivenöl zur Verbesserung des Geschmacks versetzt. Bei der Rauchgastrocknung oder bei ungeeigneten Trocknungsmethoden der Trester können leicht unerwünschte polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) entstehen. Diese Techniken entsprechen schon lange nicht mehr dem Stand der Technik. Oliventresteröle werden regelmäßig auf PAKs untersucht, auch in diesem Jahr musste ein Oliventresteröl wegen überhöhter Gehalte an PAKs beanstandet werden.
Neben der beschriebenen Herstellungsweise wird auch folgende Methode angewandt: die Trester werden mit Wasser versetzt, und das Öl wird daraus durch Zentrifugation gewonnen. Die Öle aus der dieser Zentrifugation entsprechen in ihren Eigenschaften eher Lampantöl und sind von diesem schwer abzugrenzen.
Rohe Oliventresteröle sind nicht zum Verzehr geeignet, sondern sie werden durch Raffination aufgearbeitet. Da auch dieses Olivenöl durch die Raffination mehr oder weniger geschmacklos ist, wird es mit nativem Olivenöl zum Oliventresteröl gemischt.
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