Im Frühjahr 2003 wurde eine Patientin mit schweren Vergiftungserscheinungen in ein Stuttgarter Krankenhaus eingeliefert. Dort stellte sich heraus, dass sie an einer massiven Bleivergiftung litt, die sich z.B. durch Darmkoliken und Blutdruckabfall bemerkbar machen und bis hin zu einer Leber- und Nierenschädigung führen kann. Bei Ihren Recherchen wurden die Ärzte bald auf kleine, mehr oder weniger runde, braune und schwarze Pillen aufmerksam, die die Patientin (offenbar auch noch für andere Personen!) von einer Indienreise mitgebracht hatte. Diese zur Untersuchung im CVUA Karlsruhe eingesandten Kügelchen waren dann auch in jeder Hinsicht „bemerkenswert”. Mit ihren bei einigen Exemplaren extrem hohen Blei- und Quecksilbergehalten (bis zu 7%!) handelte es sich um wahre „Giftcocktails”, die aufgrund ihrer Schwermetallgehalte eher an Bleikugeln aus dem 30-jährigen Krieg als an Arzneimittel erinnerten. Die ahnungslose Patientin hatte die Pillen in Indien als „sanftes Mittel” der „ayurvedischen Medizin” erworben! Das Sozialministerium warnte daraufhin ineiner Pressemitteilung vor dem Kauf von Arzneimitteln unbekannter Herkunft und Qualität.
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