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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

Quecksilber in Schwertfisch − weiterhin ein Thema

Die aufgrund von Warnungen in der Fachpresse 2002 begonnenen Untersuchungen von Groß- und Raubfischen wurden wegen der letztjährigen auffälligen Ergebnisse fortgesetzt.

Quecksilber ist als typische Umweltkontaminante schon seit den sechziger Jahren bekannt, als in der japanischen Minamata-Bucht ungeklärte Produktionsabwässer für eine Umweltvergiftung sorgten. Seitdem haben die Anstrengungen im Umweltschutz für eine deutliche Verringerung des Quecksilber-Eintrags in die Umwelt gesorgt. Wie jedoch auch Untersuchungen von Rheinfischen in früheren Jahren gezeigt haben, sind die in den Sechzigern emittierten Quecksilbermengen an das Flusssediment gebunden und werden nur langsam freigesetzt. Im Laufe der Nahrungskette findet dann eine Anreicherung von Plankton über Friedfische zu Raubfischen statt.

2002 wurden Schwertfische untersucht, die z.T. Gehalte oberhalb der von der EU-Kontaminanten-Verordnung festgesetzten Höchstmengen zeigten. Von den im Verfolg der auffälligen Ergebnisse erhobenen vier Schwertfischproben im Jahr 2003 zeigten drei Quecksilbergehalte über der Höchstmenge. Angesichts der Globalisierung im Handel gestaltet sich eine Rückverfolgung zum Importeur jedoch einigermaßen problematisch: z.B. bezieht ein Zwischenhändler im Regierungsbezirk Karlsruhe die Ware von einem Großhandel in Bayern, dieser lässt die Ware selbst jedoch direkt von seinem Vorlieferanten in Dänemark anliefern. Tatsächlich in den Europäischen Wirtschaftsraum verbracht wurde die Ware allerdings von einer spanischen Firma. So positiv der freie Warenhandel in der EU auch für den Verbraucher einerseits sein mag, erschwert er andererseits jedoch den gesundheitlichen Verbraucherschutz.

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