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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

4. Karlsruher Futtermitteltag diskutierte Themen der Qualitätssicherung, der Tiergesundheit und des Verbraucherschutzes

 

Am Dienstag, den 14.03.06 wurde nun bereits zum 4. Mal der in Zusammenarbeit des CVUA Karlsruhe und der LUFA Augustenberg organisierte Karlsruher Futtermitteltag durchgeführt. Gastgeber war in diesem Jahr das CVUA Karlsruhe.

 

Die beiden Anstalten hatten ein Programm mit interessanten Vorträgen zusammengestellt, deren Inhalte zwischen den über 50 interessierten Experten aus ganz Deutschland angeregt diskutiert wurden. Dabei waren die Wissenschaft, die in der Verwaltung mit der amtlichen Futtermittelkontrolle betrauten Behörden sowie verschiedene Untersuchungsanstalten und -ämter anwesend. Für diese Tagung konnten hochkarätige Referenten aus unterschiedlichen Institutionen gewonnen werden, die die beiden Schwerpunktthemen der Qualitätssicherung sowie der Salmonellose beleuchteten.

Frau Yvonne Bäuerle vom MLR in Stuttgart referierte zur „Qualitätssicherung in der amtlichen Futtermittelkontrolle“. Sie zeigte in ihrem Vortrag auf, wie wichtig die Führung eines geeigneten Qualitätsmanagementsystems auch bei staatlichen Überwachungsaufgaben ist. Dabei verwies die Referentin auf die Verordnung (EG) Nr. 882/2004 über amtliche Kontrollen zur Überprüfung der Einhaltung des Lebensmittel- und Futtermittelrechts sowie der Bestimmungen über Tiergesundheit und Tierschutz , die seit dem 1. Januar 2006 gilt und umfangreiche Anforderungen an die Arbeit der Kontrollbehörden stellt. Das seit April 2005 im "Handbuch Futtermittelkontrolle" Baden-Württemberg dokumentierte Qualitätsmanagement im Bereich Futtermittelkontrolle wird momentan in das fachübergreifende elektronische Qualitätsmanagement-System (Quickle) des MLR integriert, welches dem Fachpublikum ebenfalls vorgestellt wurde.

Auch bei den mit der Untersuchung amtlicher Futtermittelproben betrauten Untersuchungseinrichtungen ist ein geeignetes Qualitätsmanagementsystem von großer Bedeutung. Für diesen Bereich konnte Dr. Jens Schönherr von der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Vorsitzender der Fachgruppe Futtermittel des VDLUFA, gewonnen werden. Er widmete sich dem Thema „Vorschläge für die Ableitung der nach der Richtlinie 2005/6/EG geforderten Angaben der Messunsicherheit und Wiederfindungsrate bei der Analytik von unerwünschten Stoffen in Futtermitteln“. Er legte die Entstehung eines Analysenwertes, die darin enthaltene Messunsicherheit und die Problematik der Wiederfindungsrate dar. Dabei ging er insbesondere auf die Anforderungen der neuen Gesetzgebung ein.

SalmonellenIm zweiten Teil der Veranstaltung stand das Thema Salmonellen im Mittelpunkt, bei dem Dr. Franz Uhlenbruck vom Rinder-/ Eutergesundheitsdienst der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg Erkenntnisse über „Symptomatik und Vorgehen bei Rinder-Salmonellose“ vorstellte. Er gab Einblicke in die vielfältige Symptomatik und verwies auf die hauptsächliche Schwierigkeit, die in der Feststellung der Infektionsquelle liegt. Diese ist das ausschlaggebende Kriterium, um ein weiteres Ausbreiten im Bestand zu verhindern. Dabei führte er unterschiedliche potentielle Infektionsherde auf und stellte weitere Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung vor. Auch die für einen Betrieb resultierende wirtschaftliche Problematik wurde in seinem Beitrag näher beleuchtet.

Ergänzend dazu referierte Dr. Ernst Großmann vom CVUA Karlsruhe (Außenstelle Heidelberg) über „Salmonellendiagnostik bei Tieren“. Er führte die unterschiedlichen Diagnostikmöglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen auf. Dabei ging er auch auf die Kriterien Zeitbedarf und Kostenaufwand sowie auf die Aussagemöglichkeiten der Ergebnisse ein. Ergänzend erläuterte er die rechtlichen Grundlagen der EU und des Bundes.

Abgerundet wurde das Programm durch Dr. Wolfgang Wagner von der LUFA Augustenberg mit dem Thema „Salmonellendiagnostik in Futtermitteln“. Er sprach zu Beginn die Futtermitteltypen an, bei denen in den letzten Jahren verstärkt Salmonellen nachgewiesen wurden. Auch die vielfältigen Reservoire und Verbreitungswege wurden beschrieben. Ergänzend wurden vorbeugende Maßnahmen vorgestellt. Er verwies auf die beiden derzeit verfügbaren zugelassenen Methoden (VDLUFA-Methodenbuch und §64 LFGB, L00.00-20). Hervorgehoben wurde die Wichtigkeit der Serovarbestimmung, ohne die eine epidemiologische Aussage nicht getroffen werden kann.

Als Fazit war sich das Fachpublikum einig, dass diese Veranstaltung für den Informationsaustausch unter den Beteiligten und die Erweiterung der Kenntnisse sehr wertvoll war Es sollte versucht werden, das Wissen, insbesondere auch aus dem Bereich der Salmonellenproblematik, verstärkt in die Praxis zu tragen.

 

 

 

 

 

 

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