| 1876 | Das Innenministerium von Baden beauftragt den damaligen Vorstand des chemischen Laboratoriums des Polytechnikums in Karlsruhe, der ältesten Technischen Hochschule, Professor Birnbaum, Polizeibeamte durch Praktika zur Lebensmittelkontrolle vor Ort auszubilden. |
| 1877 | Auf Anweisung von Reichskanzler Fürst Bismarck erfolgt die Einrichtung eines chemischen Laboratoriums im Reichsgesundheitsamt. |
| 1879 | Erlass des ersten deutschen Nahrungsmittelgesetzes |
| 1877 | Eine Abteilung des Polytechnikums in Karlsruhe wird „Station zur Prüfung von Lebensmitteln“genannt. Damit beginnt nach Erlass des ersten deutschen Nahrungsmittelgesetzes die chemische Lebensmittelüberwachung in Karlsruhe. |
| 1925 | Die aus dem Hochschulbereich ausgegliederte Einrichtung wird nun „Staatliche Lebensmitteluntersuchungsanstalt“genannt. |
| 1963 | Die Bezeichnung der Untersuchungseinrichtung lautete nun Chemische Landesuntersuchungsanstalt (CLUA) Karlsruhe. |
| 1964 | Ein mustergültiger Laboratoriumsneubau in der Hoffstraße wird bezogen und damit ist die CLUA Karlsruhe eine der bedeutendsten Untersuchungseinrichtungen im süddeutschen Raum. Als Amtsleiter tätig sind in diesem Gebäude die Herren Dr. Bäuerle, Prof. Dr. Sperlich, Dr. Jägerhuber und Dr. Berg (siehe Tabelle). |
| 1971 | Die Zusammenlegung der Städtischen Untersuchungsämter Heidelberg und Mannheim erfolgt derart, dass die Mannheimer Einrichtung zur Außenstelle der CLUA Karlsruhe wird. |
| 1979 | Die CLUA Karlsruhe umfasst 100 Mitarbeiter, darunter 24 Lebensmittelchemiker und 50 technische Mitarbeiter und ist damit eine der größten Untersuchungseinrichtungen des Bundesgebietes. Zu Ihrer Aufgabe gehört die Zentrale Bearbeitung der Sachgebiete „Arzneimittel“ und „Detergentien“ für ganz Baden-Württemberg sowie Bearbeitung der Schwerpunkte Pharmakologische Stoffe, Vitamine und Kosmetische Mittel. |
| 1980 | Durch das Anwachsen auf 100 Mitarbeiter kommt es zu beträchtlicher Raumnot im Gebäude in der Hoffstraße weshalb neben den verschiedensten Lösungsmöglichkeiten auch die bereits seit 1975 bestehenden Pläne für einen Neubau erneut aufgegriffen werden. |
| 1990 | Ab diesem Jahr wird intensiv mit der Planung eines Teilneubaues (1. Bauabschnitt) begonnen, da die hochempfindlichen technischen Geräte in der Hoffstraße nicht mehr ordnungsgemäß betrieben werden können. |
| 1992 | Die Ausschreibung erfolgt als offener Realisierungswettbewerb zu dem 36 Arbeiten mit Modellen eingereicht werden. |
| 1997 | Die Grundsteinlegung für den 1. Bauabschnitt findet am 17.04.1997 unter dem Amtsleiter Dr. Berg statt. Die Finanzierung des 30-Millionen-DM-Projektes gelingt als Investorlösung. |
| 1999 | Der Einzug erfolgt am 01. April 1999, wobei die Aussenstelle Mannheim schon eine Woche vorher umzieht. Zum 01.01.1999 war das städtische Untersuchungsamt Pforzheim aufgelöst und die Aufgaben samt Personal in die CLUA Karlsruhe eingegliedert worden. |
| 2000 | Zum 01.01. wird das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe als integrierte Einrichtung aus der Chemischen Landesuntersuchungsanstalt (CLUA) Karlsruhe und dem Staatlich Tierärztlichen Untersuchungsamt (STUA) Heidelberg gebildet. Gleichzeitig werden die mikrobiologischen Untersuchungen von Trinkwasser und pflanzlichen Lebensmitteln als Dienstaufgabe vom Landesgesundheitsamt in Stuttgart übernommen. Im Mai ziehen die Untersuchungslaboratorien für tierische Lebensmittel von dem STUA in Heidelberg in den Neubau (1. Bauabschnitt) in der Weißenburger Straße ein. |
| Am 12.04.2000 wird Ltd. Veterinärdirektor Dr. K. Geßler zum Amtsleiter bestellt, nachdem Ltd. Chemiedirektor Dr. H. Berg zum 30.04.1999 ausgeschieden ist. | |
| 2001 | Ab 01.11.2001 wird Ltd. Veterinärdirektorin Dr. S. Hartmann zur Amtsleiterin bestellt. |
Dienststellenleiter in Karlsruhe
| Prof. K. Birnbaum | 1876 - 1887 |
| Prof. G. Rupp | 1887 - 1924 |
| Prof A. Gronover | 1924 - 1936 |
| Prof. A. K. Täufel | 1936 - 1940 |
| Dr. A. Bäuerle | 1950 - 1963 |
| Prof. H. Sperlich | 1963 - 1967 |
| Dr. P. Jägerhuber | 1967 - 1973 |
| Dr. H. Berg | 1975 - 1999 |
| Dr. K. Geßler | 2000 - 2001 |
| Dr. S. Hartmann | 2001 |
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Untersuchungsämter BW
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